Über meine Skulpturen

„Auch Ulrike Gölner hat ihr charakteristisches Idiom längst gefunden: weich wallende Lamellenobjekte, sacht schwingende Stämme, geschmeidige Wellenstelen, nach der Vorarbeit mit der Motorsäge zu Glätte geschliffen, zu Sanftheit geschmirgelt. … Der Natureindruck täuscht, die Weichlinigen hüten und wahren ihre Uneindeutigkeit, nirgend geraten sie in die Nähe banaler Abbildlichkeit. Zu stilisiert, zu formbetont beharren die Gebilde auf ihrer gemachten Künstlichkeit, entfalten eine Art abstrakter, unlesbarer Zeichen- oder Symbolhaftigkeit, stehend für namenlos Numinoses, … Symbole der singularen Rhythmen lebendiger Individuen schlechthin, manchmal tatsächlich etwas silhouettenhaft Verschwimmendes ahnen lassend, … - holzharte Lohen, deren poetisches Potential ein unausschreitbares Assoziationsfeld eröffnet." (Auszug)

Dr. Walter Lokau, Bremen,  anlässlich der II. Skulpturale in Oldenburg, 2015

 
„Ulrike Gölner macht eindringlich erkennbar, wie Abstraktion nicht von der Sinnlichkeit des Körpers wegführt sondern, wie die Konzentration der Form Erotik vielmehr buchstäblich aufschließt. Gölners Holzskulpturen vermitteln in ihrem weichen Linienschwung ein taktiles Erleben auf der Netzhaut und schälen übersetzte Körperform direkt aus dem Material heraus, das wie ein eigener Organismus bestehen bleibt.“

Auszug aus Ausstellungsbesprechung „Out of Altenstein“  der Galerie Lonnes, Bremen im Weserkurier, 2008 Rainer Bessling, Kunstkritiker, Bremen  

 

(Auszug) „… Ulrike Gölner spricht davon, dass es ihr darum gehe, in ihren Skulpturen … an tief Verborgenes in uns zu erinnern. Das verlangt vom Betrachter Mitarbeit, um diese Dimension ans Licht zu heben. Ein Bemühen, nicht unähnlich der von Sokrates entwickelten Kunst des Denkens im Dialog, von ihm Hebammenkunst genannt. Erst im forschenden Blick des Betrachters beginnt das Werk zu sprechen und enthüllt es sein Doppelwesen. In ihm wird die gelingende Form durchsichtig für erzählende Analogien, die weniger epische Fabeln als suggestive Anspielungen sind.

– Michael Stoeber im Katalogtext der Ausstellung „Gehölz“ des Syker Vorwerks, 2014

„… die zarte Balance zwischen reiner Abstraktion und figurativer Suggestion macht den Reiz der Werke von Ulrike Gölner aus. (...) Die Künstlerin beherrscht aufs Schönste die Kunst der Anspielung  und der Allianz des Gegensätzlichen.“ (Auszug)

Michael Stoeber, Hannover, im Katalogtext der swb Galerie Bremen, 2003

 
„Ulrike Gölner hat nicht nur aufgrund der handwerklichen Ausführung im traditionsreichen Material Holz überzeugt. Ihr künstlerischer Ansatz lässt kunsthistorische Positionen anklingen, holt jedoch aus dem Material innovative Formen heraus. Gölner verbindet auf besondere Weise die Vorzüge des Holzes mit organischen (Natur-) Vorbildern.“

Aus der Rede zur Preisverleihung Skulpturenpark Mörfelden - Walldorf 2016 von Barbara von Stechow, Galeristin aus Frankfurt und Vorstandsmitglied des Landesverbandes der Galerien in Hessen und Rheinland – Pfalz